
So wichtig für dich und deine Kunden: Warum professionelle Verträge ein Muss für dein Foto-Business sind
Wie du mit professionellen Verträgen für Fotografinnen mehr Vertrauen zu
deinen Kunden aufbaust und dich absicherst
„Nie hätte ich gedacht, dass mir das einmal passiert!
„Unglaublich, wie viel Kraft mir das gerade alles raubt.“
„Oh weh, das Shooting hat doch allen so viel Spaß gemacht, warum sind wir jetzt plötzlich im Streit?”
Sätze wie diese höre ich immer wieder. Seit Jahren. Und es tut mir unendlich leid für die betroffenen Fotografinnen, die größtenteils noch recht frisch im Foto-Business sind, sich erst vor Kurzem selbstständig gemacht haben, und davon ausgingen, ohne Verträge auszukommen. Oder die hofften, dass ein paar formlose Zeilen zur Absprache reichen.
Aber leider ist dem nicht immer so.
Deshalb solltest du nicht darauf vertrauen, dass schon alles gut geht. Sondern dich (und auch deine Kunden) absichern.
Ich möchte dich ermutigen, auf Verträge für deine Shootings und Bildnutzung zu setzen. Weil ich durch meine langjährige Erfahrung, meine Kundinnen und Fotokurs-Teilnehmerinnen genau weiß, was tagtäglich schiefgehen kann.
Verträge! Das klingt langweilig, formell und kompliziert. Muss es aber gar nicht sein. Einmal aufgesetzt, erleichtern sie dir deinen Business-Alltag sehr und ermöglichen es dir, professionelle, sichere und fruchtbare Vereinbarungen mit deinen Kunden zu treffen.
Du fragst dich, was in deine Verträge gehört und wie du sie am besten angehst? Ich erzähle dir gern mehr darüber:
Warum du wirklich von Anfang an gute Verträge brauchst
Wie gesagt, viele Fotografinnen und Fotografen versuchen ohne rechtsgültige Vereinbarungen auszukommen.
Doch bitte: Zögere nicht. Von Anfang an solltest du mit deinen Kunden Aspekte wie Shootingdauer, Nutzungsrechte der Fotos oder auch Lieferbedingungen festhalten.
Auch wenn du vielleicht bislang nur wenige Aufträge z.B. durch Weiterempfehlungen hast und/oder noch keine Vertrauensbeziehungen zu Kunden vorweisen kannst.
Auch dann.
Ein Vertrag ist die Basis um
● professionell zu arbeiten
● Fehlkommunikationen zu verhindern
● die Erwartungen der Kunden zu lenken
● Verantwortung für uns selbst und für unsere Kunden zu übernehmen
● beiden Parteien zu verdeutlichen, dass dies ein “ernst gemeintes” Abkommen ist
● die Eigentumsrechte an den Fotos und ihre mögliche Nutzung auszuweisen
Das musst du wissen, wenn sich alles in dir gegen Verträge sträubt
Verträge bringen dir also eine ganze Menge Vorteile, oder?
Und trotzdem schüttelst du vielleicht den Kopf und denkst: “Trotzdem nicht meins. Papierkram, Paragraphen, das hat nichts damit zu tun, wie ich arbeiten will.”
Ich kann dir verraten: Mir war es auch anfangs komplett fremd, mit der Vereinbarung von Shootings Verträge zu versenden. Und dennoch führt kein Weg daran vorbei.
Du schüttelst noch immer mit dem Kopf?
Denn mit deinen Kunden ist doch immer alles rundum harmonisch:
● Die Absprachen sind wunderbar unkompliziert.
● Ihr habt dieselbe Wellenlänge.
● Die Kunden sind begeistert von deinen Locationvorschlägen.
● Deine Preise nicken sie direkt ab.
● Sie schwärmen von den Bildern, empfehlen dich weiter…
Schön – so soll es sein.
Aber leider können auch bei einer schönen und scheinbar harmonischen Zusammenarbeit Unstimmigkeiten, Missverständnisse und im schlimmsten Fall richtig großer Ärger mit juristischen und finanziellen Folgen entstehen.
Warum Verträge die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sind
Entsteht Streit um Leistung, Bilder oder Nutzungsrechte, ist das enttäuschend für beide Seiten. Und es kann die Freude am Herzensbusiness schnell trüben.
Verträge beugen dem vor. Und genau das ist auch ein Punkt, warum du keine Aufträge verlieren wirst, wenn du auf Verträge bestehst, sondern eher welche erhalten wirst. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Denn ganz abgesehen davon, dass Verträge professionell wirken, wissen die Kunden auch, dass sie selbst durch Verträge geschützt werden. Wie oben bereits erwähnt: Der Vertrag dient beiden Seiten, die so rundum entspannt in ein Shooting gehen können.
Was gehört in deine Verträge?
Ich glaub ich kann es sehen: Du schüttelst gar nicht mehr mit dem Kopf und ich konnte dich überzeugen, dass Verträge richtig und wichtig sind und auch zu dir passen.
Aber was gehört nun alles rein? Hier ein paar der wichtigste Aspekte, die du für eine entspannte Zusammenarbeit mit deinen Kunden klären solltest.
- Grundlegende Informationen: wie vollständiger Name und Adresse der beiden Parteien und deren
Unterschriften
- Haftungsbeschränkung
In dem unglücklichen Fall, dass wir aus widrigen Umständen, wie Katastrophen, Krankheiten oder
anderen Ereignissen, auf die wir keinen Einfluss haben, nicht fotografieren können, dürfen wir nicht
verantwortlich gemacht werden.
Ein typischer Vertrag kann vorsehen, dass der Kunde im Falle eines Notfalls, eines Ausfalls der
Technik oder anderer unvorhergesehener Umstände das bis zu diesem Zeitpunkt erhaltene Geld
zurückerstattet bekommt, aber darüber hinaus keine weitere Haftung geltend machen kann.
- Die Dauer
Es ist gut, anzugeben, ab wann (und wie lange) wir fotografieren werden.
Die Aufnahme und Lieferung von Fotos
Wir können nicht garantieren, dass alle während des Shootings gemachten Fotos geliefert werden.
- Modellfreigabe
Es ist sehr wichtig, eine schriftliche Freigabe zur Nutzung der Fotos zu haben (oder eben eine
Verweigerung der Nutzung). Darin sollte auch angeben sein, welchen Gebrauch wir von ihnen
machen werden. Versuche, dies so spezifisch wie möglich zu formulieren.
- Stornierungsbedingungen
Stelle sicher, dass du im Vertrag festhältst, ob und wie das Shooting gecancelt werden kann.
- Was der Kunde bekommt
Wie viele Bilder werden geliefert – und in welchem Format? In meinen eigenen Verträgen steht, dass
die Fotos in JPG (und nur in JPG!) geliefert werden und dass ich angesichts eines unvorhersehbaren
Ereignisses nicht für eine bestimmte Anzahl von Fotos garantieren kann, aber dass ich mich
verpflichte, wenn möglich, mindesten 60 Fotos zu liefern.
- Postproduktion und Bearbeitung
Die Postproduktion liegt in unserem Ermessen und Änderungen an unseren Fotos wie Filter und
Schnitte sind zu klären.
- Preise
Schreibe die Preise auch in den Vertrag, damit keine Zweifel über den zu zahlenden Betrag
aufkommen.
- Zahlungsplan
Gib an, ob eine Vorauszahlung für die Reservierung des Shootingtermins erforderlich ist und wie die
Bezahlung geregelt wird.
- Liefertermin
Hier hältst du fest, wie schnell du deine Fotos liefern wirst. Denke immer daran, weniger zu
versprechen und mehr zu liefern. In meinem Vertrag steht eine Lieferzeit von 4 Wochen. Aber
normalerweise kann ich innerhalb von 2-3 Wochen liefern.
Wie du einen professionellen Vertrag erstellst
Aber wie kommst du jetzt zu Verträgen, die zu dir passen und alles abdecken, was du brauchst?
Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, Kosten zu sparen. Ich prüfe auch alle Extra-Kosten ganz genau. Doch bei Verträgen rate ich ganz dringend davon ab zu sparen.
Schnell im Internet zu recherchieren und dir einen Vertrag zusammenkopieren?
Ich bitte dich sehr: Mach das lieber nicht! Das Risiko, dass dieser Vertrag nichtig oder angreifbar ist, ist einfach zu groß und würde die ganze Idee (und Notwendigkeit!) ad absurdum führen.
Mein Tipp ist: Wenn du bereits einen vertrauenswürdigen Anwalt hast, frage ihn nach einem Kostenvoranschlag. Hol dir aber auch ein Gegenangebot. Denn die Preise variieren von Anwalt zu Anwalt und schnell übersteigen sie tausend Euro.
Vielleicht habe ich aber genau das Richtige für dich: Zusammen mit Chiara Doveri habe ich für unsere Fotografiekurs-Teilnehmerinnen mit einem Anwalt verschiedene Musterverträg für Shootings und Portfolio-Nutzung ausgearbeitet, die alle wichtigen Punkte abdecken und auch ein Release-Formular beinhalten.
Und diese Verträge sind wirklich deutlich günstiger und schneller für dich verfügbar, als wenn du selbst einen Anwalt mobilisiert. Wir haben 4 erprobte, essenzielle Musterverträge für Fotografen und Fotografinnen erstellt, die du dir gleich jetzt holen kannst, damit du ab sofort mehr Sicherheit für dich und deine Kunden hast.
Du möchtest mehr zu den Verträgen erfahren – und hast noch Lust auf eine kleine Überraschung?
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